Do, 10.12.2015 - 10:47

US-Award für Professor des FH OÖ Campus Steyr

Für seine Forschung auf dem Gebiet des sozialen Unternehmertums (Social Entrepreneurship) wurde der Steyrer FH-Professor Dr. Othmar Lehner – als erster Nicht-Amerikaner seit 15 Jahren – in New York mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

 

Social Entrepreneurs sind eine relativ neue Spezies von Unternehmern. Sie machen Profit und lukrieren gleichzeitig einen gesellschaftlichen und sozialen Mehrwert. Sie wollen mit ihrer unternehmerischen Tätigkeit dabei helfen, globale und lokale gesellschaftliche Probleme zu lösen. Und zwar unabhängig von Spenden und Zuschüssen der öffentlichen Hand. Als „Star der Szene“ gilt nach wie vor Friedensnobelpreiseträger (2008) Muhammad Yunus. Schon 1983 gründete der Wirtschaftswissenschaftler in Bangladesch die Grameen Bank, um Mikrokredite an Menschen in Entwicklungsländern zu vergeben, damit diese ein kleines Business starten und sich selbst aus der Armut befreien können.

 

Solche innovationsstarken Unternehmerpersönlichkeiten werden für unsere Gesellschaft immer wichtiger. Denn wo die Maßnahmen des Staates allein nicht ausreichen, können sie mit innovativen Modellen einen echten Beitrag in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Umwelt oder Nachhaltigkeit leisten“, erklärt Dr. Othmar Lehner. Er erforscht daher seit geraumer Zeit,

mit welchen komplexen Businessmodellen soziale Unternehmer den Spagat zwischen unternehmerischem Denken und sozialem Mehrwert schaffen.

 

Lehner, er ist Vizedekan für Forschung und Entwicklung und Professor für Finanz- und Risikomanagement am FH OÖ Campus Steyr und unterrichtet auch in Oxford, hat sich intensiv mit den Werten und vor allem der Finanzierung sogenannter „Social Startups“ auseinandergesetzt und gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Christiana Weber von der Uni Hannover die Ergebnisse ihrer Forschung im Beitrag „Challenging Hybridity in Social Entrepreneurship: Growing Up from In-Betweeners“ zusammengefasst.

 

Diesen Beitrag konnten die beiden Anfang November an der „Stern School of Business“ der New Yorker Universität präsentieren, Lehner und Weber wurden dafür mit einem Best Paper Award ausgezeichnet. Und zwar als erste Nicht-Amerikaner seit 15 Jahren. „Dieser Award ist ein wichtiger Türöffner. Seit der Verleihung sind auf meinem Schreibtisch Einladungen von Universitäten und staatlichen Stellen aus Australien, Indien und Malaysia gelandet“, sieht sich Lehner in seiner Arbeit bestätigt.